Handwerkersoftware ohne Cloud: drei Modelle, eine Entscheidung.
Cloud-Abo, klassisches On-Premise auf dem Rechner im Büro oder ein Server, den ihr mietet und der nur euch gehört. Acht Kriterien, die im Betriebsalltag den Unterschied machen.
Die Entscheidungsmatrix.
| Kriterium | Cloud-Abo | On-Premise im Büro | Eigener Server mit Kabelix |
|---|---|---|---|
| Wo liegen die Daten | Beim Anbieter, oft in einem gemeinsamen System für viele Kunden | Auf Hardware im Betrieb, meist ein Rechner im Büro | Auf einem Server, den ihr mietet, zum Beispiel bei Hetzner. Eigene Instanz nur für euren Betrieb |
| Wer hat Zugriff | Der Anbieter dauerhaft, geregelt über einen Auftragsverarbeitungsvertrag | Nur ihr und wer den Rechner bedient | Ihr. Kabelix nur nach gezielter Freigabe im Supportfall, kein dauerhafter Zugang |
| Wer kümmert sich um Updates | Der Anbieter, ohne dass ihr etwas tut | Ihr oder ein IT-Dienstleister | Kabelix stellt die Version bereit, ihr spielt sie per Klick in der Oberfläche ein |
| Backup | Anbieter, Umfang laut Vertrag | Ihr, oft vergessen | 14 tägliche und 12 wöchentliche Versionen, eingerichtet von Kabelix |
| Was passiert bei Kündigung | Export laut AGB; bei den zwei geprüften Anbietern befristet: Craftnote nur bis Vertragsende, ToolTime auf Verlangen mit sieben Tagen Downloadfrist | Nichts, die Daten bleiben | Die Instanz ist eure, die Daten bleiben auf eurem Server |
| Was kostet die Infrastruktur | Im Nutzerpreis enthalten | Hardware, Strom, Wartung, Ersatz nach einigen Jahren | Servermiete direkt beim Anbieter: Hetzner CX23 5,99 Euro netto im Monat plus 20 Prozent für automatische Backups, Stand 03.09.2026 |
| Zugriff von unterwegs | Ja, über den Browser oder eine App | Nur mit VPN oder Fernzugriff, den jemand einrichtet | Ja, Monteur-App und Büro über den Browser, Offline-Modus für die Baustelle |
| Ausfallrisiko | Anbieter, Verfügbarkeit laut Vertrag | Ein Rechner, ein Netzteil, eine Festplatte | Rechenzentrum des Serveranbieters, Backups zur Wiederherstellung |
Angaben zu Cloud-Abo und On-Premise beschreiben das übliche Modell, Details stehen im jeweiligen Vertrag. Kabelix-Angaben gelten für die Standardeinrichtung; Serverpreise sind Richtwerte des Serveranbieters.
Was die Begriffe bedeuten, mit Quelle.
Sieben Fakten, die in Anbietergesprächen selten sauber auseinandergehalten werden.
- Private Cloud, Public Cloud. Das BSI verwendet die Definitionen der ISO/IEC 22123: Eine Private Cloud wird nur für eine Institution betrieben, von ihr selbst oder von Dritten, im eigenen oder in einem fremden Rechenzentrum. Eine Public Cloud steht der Allgemeinheit oder einer großen Gruppe offen. Ein gemieteter Server mit eurer eigenen Kabelix-Instanz ist nach dieser Definition eine Private Cloud. BSI, Cloud Computing Grundlagen
- Auftragsverarbeitung. Verarbeitet ein Anbieter personenbezogene Daten für euch, verlangt Art. 28 Abs. 3 DSGVO einen Vertrag, der Gegenstand, Dauer, Art und Zweck festlegt, und Verarbeitung nur auf dokumentierte Weisung. Weitere Auftragsverarbeiter darf er nach Abs. 2 nur mit eurer vorherigen schriftlichen Genehmigung hinzuziehen. Art. 28 DSGVO
- Selbst hosten. Schaltet ihr keinen Dritten ein, gibt es keinen Auftragsverarbeiter und keinen Auftragsverarbeitungsvertrag. Die Pflichten zur Sicherheit der Verarbeitung aus Art. 32 DSGVO bleiben bei euch. Mit dem Rechenzentrumsbetreiber, der auf die Hardware zugreifen kann, schließt ihr den Vertrag direkt.
- Datenübertragbarkeit. Art. 20 DSGVO gibt natürlichen Personen ein Recht auf ihre Daten. Für Betriebsdaten wie Aufträge, Fotos und Stunden gilt das nicht; was ihr bei Kündigung bekommt, regelt allein der Vertrag. Art. 20 DSGVO
- Was die Verträge sagen. Craftnote, AGB Version 4.3 vom 30.09.2025, Ziffer 6 Abs. 6: Export in maschinenlesbarem Format nur bis zur Beendigung des Nutzungsvertrags, danach Löschung spätestens nach 30 Tagen. ToolTime, Nutzungsbedingungen vom 07.07.2026, Ziffer 1.6: Herausgabe der Nutzerdaten in gängigem Format nur auf Wunsch, Verlangen spätestens zum Laufzeitende, Downloadfrist sieben Kalendertage, nur bei bezahlten Entgelten. Craftnote AGB, ToolTime Nutzungsbedingungen
- Was ein Server kostet. Hetzner Cloud CX23 mit 2 vCPU, 4 GB RAM und 40 GB NVMe: 7,13 Euro im Monat inklusive Umsatzsteuer, also 5,99 Euro netto, Rechenzentren Falkenstein, Nürnberg und Helsinki. Automatische Backups kosten 20 Prozent des Serverpreises bei sieben Sicherungsständen. Stand 03.09.2026; am Abruftag war die Reihe vorübergehend nicht bestellbar, die nächste bestellbare Klasse CPX22 kostete 19,99 Euro netto. Hetzner Cloud, Hetzner Docs zu Backups
- Backup-Regel. Das BSI empfiehlt im Standard 200-4 die 3-2-1-Regel: drei aktuelle Versionen wichtiger Dateien auf zwei verschiedenen Medien und an mindestens einem weiteren Ort. Die Kabelix-Einrichtung sichert auf dem Server 14 tägliche und 12 wöchentliche Versionen; das Backup des Serveranbieters ist der zweite Ort. BSI-Standard 200-4
Cloud-Abo passt, wenn
- ihr euch um nichts kümmern wollt und der Preis pro Nutzer bei eurer Größe tragbar ist
- euch egal ist, dass eure Daten in einem System mit vielen anderen Betrieben liegen
- ihr keine Anforderung habt, dass Daten in eurer Verfügungsgewalt bleiben
Klassisches On-Premise passt, wenn
- ihr bereits einen Serverraum, einen IT-Dienstleister und einen Wartungsvertrag habt
- die Monteure nur im Büro auf das System zugreifen
- Fernzugriff und Updates jemand im Haus verantwortet
Das Kabelix-Modell passt, wenn
- ihr die Daten in eurer Verfügungsgewalt haben wollt, ohne selbst zu administrieren
- Monteure von der Baustelle aus arbeiten sollen, auch offline
- ein Preis für den ganzen Betrieb (149 Euro im Monat) besser rechnet als ein Preis pro Nutzer
Fragen zum Betriebsmodell
Ist ein gemieteter Server bei Hetzner nicht auch eine Cloud?
Technisch ja, es ist ein virtueller Server in einem Rechenzentrum. Der Unterschied zum Cloud-Abo einer Software liegt im Verhältnis: Der Mietvertrag läuft zwischen euch und dem Serveranbieter, auf dem Server läuft nur eure Kabelix-Instanz, und Kabelix hat keinen dauerhaften Zugang. Ihr könnt den Server jederzeit selbst kündigen, umziehen oder sichern.
Wer betreibt den Server im Alltag?
Kabelix richtet die Instanz ein, das Backup läuft automatisch, Updates spielt ihr per Klick in der Oberfläche ein. Ihr mietet den Server und bezahlt die Rechnung des Serveranbieters, mehr nicht.
Können wir Kabelix auch auf eigener Hardware im Betrieb betreiben?
Grundsätzlich läuft Kabelix auf jedem Linux-Server. Für die Einführung empfehlen wir einen gemieteten Server im Rechenzentrum, weil dort Strom, Netz und Ausfallsicherheit geregelt sind. Wer eigene Hardware hat, bespricht das mit uns im Erstgespräch.
Was ist mit dem Auftragsverarbeitungsvertrag?
Den schließt ihr mit dem Serveranbieter, weil er die Hardware betreibt. Mit Kabelix braucht ihr ihn nur für den Supportfall, in dem ihr uns gezielt Zugang gebt. Bei einem Cloud-Abo ist der Anbieter dagegen dauerhafter Auftragsverarbeiter aller Betriebsdaten.
Worin unterscheidet sich die Kündigung vom Cloud-Abo?
Beim Cloud-Abo regelt der Vertrag, was ihr exportieren dürft und wie lange; die zwei geprüften Anbieter befristen das. Bei Kabelix liegen Instanz und Daten auf eurem Server und bleiben dort, egal ob ihr kündigt.
Seht euch das Modell an eurem eigenen Auftrag an.
30 Minuten online. Wir zeigen, wo die Daten liegen, wie das Backup läuft und was ihr selbst tun müsst: fast nichts.
- Antwort
- innerhalb von 1 bis 2 Werktagen
- Direkt
- info@kabelix.de
- Praxispartner
- Rucker Elektro GmbH, München, Meisterbetrieb seit 1966
- Läuft auf
- eurem Server, zum Beispiel bei Hetzner